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Recycling-Papier

Recycling-Papier

Wenn wir Anfragen zum Druck von Broschüren, Magazinen oder anderen Druckprodukten erhalten, werden nicht mehr nur Parameter wie Umfang, Auflage, Format und Grammatur angefragt, und später mit den Eckdaten wie Preis, Lieferzeit und ähnlichem in die Waagschale geworfen. Immer öfter wird auch hinterfragt, wie man ein möglichst umweltfreundliches Druckerzeugnis herstellen kann.
Wir bieten beispielsweise die klimaneutrale Druckproduktion oder den Druck auf zertifizierten Papieren an, die aus Holz hergestellt wurden, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Eine weitere Möglichkeit, die noch wesentlich ressourcenschonender ist, ist die Verwendung von Papier, für das erst gar keine Bäume gefällt werden müssen.
Wir alle kennen es: das Recyclingpapier. Oft noch als graues, wenig schönes Papier für Schulhefte oder Collegeblöcke verschrien, hat das Recyclingpapier sein graues Image mittlerweile weit überholt, und ist von Papieren, die aus Frischfaserzellstoff hergestellt werden, kaum noch zu unterscheiden.
Die Palette reicht heute vom altbekannten Grau bis zum strahlenden Weiß. Man kann also bei der Auswahl seines Papieres das „Öko-Image“ zur Schau stellen, muss aber nicht. Es eignet sich auch für hochwertige Kataloge, Imagebroschüren oder Geschäftsberichte.
Für Recyclingpapiere werden gebrauchte Papiere, Pappen und Kartonagen, beispielsweise aus Haushaltssammlungen in wenigen Schritten zu neuem Papier:

  • Das Papier wird mechanisch in kleine Stücke zerteilt und in Wasser in seine einzelnen Papierfasern zerteilt.
  • Der wässrige Brei durchläuft dann einen Reinigungsvorgang, um Fremdkörper wie zum Beispiel Heftklammern, Klebstoffreste und auch Druckfarben zu entfernen (Deinking).
  • Eventuell folgt ein Bleichvorgang. Das kann mit unterschiedlichen chemischen Hilfsmitteln geschehen.

Im letzten Schritt wird aus dem gereinigten Faserstoff neues Papier, entweder als reines Recyclingpapier aus 100% Altpapier, oder nachdem Frischfasern hinzugefügt wurden.
Denn leider lässt sich der Vorgang nicht beliebig oft wiederholen. Nach ca. 5-7 Recycling-Vorgängen werden die einzelnen Papierfasern zu kurz, und das daraus entstehende Papier hätte nicht mehr genügend Reißfestigkeit und Stabilität.

Wer für sein Produkt Recyclingpapier einsetzen möchte, kann auf folgende Auszeichnungen achten:
Der Blaue Engel (aus 100% Altpapier), das EU-Ecolabel (die „Euroblume“) oder auch das FSC Recycled-Label (mind. 85% Altpapier)

Hier noch ein kleiner Denkanstoß, warum es sich lohnt, Recyclingpapier zu nutzen:
Mit 3 Blatt Recyclingpapier könnt ihr eine Kanne Kaffee kochen.
250 Blatt lassen eine 11-Watt-Energiesparlampe mehr als 50 Stunden leuchten.
Und mit 500 Blatt könnt ihr Eure Wäsche waschen.

Quelle: IFEU-Studie: Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserstoff“, 2006
Foto: Fotolia, Christian Maurer

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