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Produktionsbedingte Merkmale, die im Zeitungsdruck entstehen können

Produktionsbedingte Merkmale, die im Zeitungsdruck entstehen können

Wir produzieren ihre Zeitungsprodukte im Rheinischen, Nordischen und Berliner Format im Rollenoffsetdruckverfahren. Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der die Papierbahnen mit den niedrigen Grammaturen durch die Druckmaschine laufen, werden besondere Anforderungen an die Maschinen und die Maschinenbediener gestellt. Daher gibt es auch produktionsbedingte Merkmale, die im Zeitungsdruck entstehen können:

  • Trocknung
    • Bei Rollenoffsetdruckverfahren muss man beachten, dass es hier im Grunde zwei verschiedene Verfahren gibt, mit denen produziert wird: Das Heatset-Verfahren und das Coldset-Verfahren. Die Zeitungsprodukte bei uns werden im Coldset-Verfahren produziert. In diesem Verfahren läuft die bedruckte Papierbahn am Ende nicht – wie beim Heatset-Verfahren – durch einen Trockner, sondern wird ausschließlich mit der Umgebungsluft getrocknet. Allerdings trocknet die Farbe im Zeitungsdruck nie vollständig. Das bemerkt der tägliche Zeitungsleser am Morgen, wenn er leichte Abriebspuren der Farbe der Zeitung an den Händen hat. Es besteht hier also die Gefahr, dass die Zeitung abfärbt oder abschmiert, da die Farbe nicht vollständig vom Papier aufgenommen wird.

     

  • Farbdeckung
    • Aufgrund der oben genannten Trocknung der Zeitungen, kann es zum Beispiel zu einem Abfärben von der einen Seite auf die andere Seite kommen. Deshalb sollte auch bei der Datenerstellung unbedingt beachtet werden, dass der Gesamtfarbauftrag maximal bei 220% liegt. Bei höherem Farbauftrag in Kombination mit dem oben genannten Trocknungsverfahren besteht die Gefahr, dass sich zum Beispiel Bildmotive auf die gegenüberliegende Seite abfärben.

     

  • Klammerabdrücke
    Klammerabdrücke beim Zeitungsdruck

    • Sobald die Zeitungen farblich abgestimmt sind und der Drucker mit dem Ergebnis zufrieden ist, laufen die Zeitungen als fertiges Produkt aus unserer Druckmaschine. An sogenannten Kettengliedern sind Klammern befestigt, an denen jede einzelne Zeitung hängt und eine kurze Zeitspanne hat, damit die Druckfarbe antrocknen kann. Hier kann es sein, das geringe Klammerabdrücke entstehen. Dieser Effekt kann produktionsbedingt aber nicht verhindert werden.

     

  • Plattenkante
    Plattenkante beim Zeitungsdruck

    • Unter Offsetdruck versteht man ein indirektes Flachdruckverfahren. Es ist ein indirektes Druckverfahren, weil die Druckform nicht direkt auf das Druckobjekt (Papier) gedruckt wird, sondern ein Zylinder mit einem Gummituch zwischen Druckplatte und Papier „geschaltet“ ist. Die Druckfarbe wird also indirekt übertragen. Durch den Druck, der bei der Produktion auf das Gummituch entsteht ist es möglich, dass sich den seitlichen Stellen etwas Farbe ablagert und eine leichte Plattenkante oder Rille entsteht. Dies kommt aber natürlich immer auf das Druckobjekt selbst und auf den Farbbedarf einer Produktion an.

     

  • Punkturen
    Punkturen im Zeitungsdruck

    • Die Zeitung wird in der Druckmaschine von Nadeln festgehalten. Es entstehen Einstichlöcher oder auch Punkturen genannt am fertigen Objekt. Beim Halbformat unserer Zeitungen sind diese rechts ab der Hälfte der Zeitungen sichtbar, bei Vollformaten befinden sich die Punkturen unten wieder. Durch ein Beschneiden der Zeitung könnten je nach Produktion diese Punkturen aber auch entfernt werden.

     

  • Satzspiegel
    • Als Satzspiegel bezeichnet man den bedruckbaren oder nutzbaren Raum auf einer Seite eines Druckobjektes. Er wird im Zeitungsdruck begrenzt durch die sogenannten Stege. Dies sind die unbedruckten Abstände zwischen dem Satzspiegel und dem Rand einer Zeitung. Es sollte hier unbedingt beachtet werden, dass der Satzspiegel bei der Datenerstellung berücksichtigt wird. Weitere Informationen zu den jeweiligen bedruckbaren Bereichen in den unterschiedlichen Formaten finden Sie in unseren Facts.

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